| "Verschwiegene Erbschaften – Wie Erinnerungskulturen den Umgang mit Geflüchteten prägen" | Demmin

Was hat die Geschichte von Vertriebenen in Ost- und Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg mit der von Menschen zu tun, die heute vor Verfolgung und Krieg nach Deutschland fliehen? Wir laden alle Interessierten herzlich ein zu Lesung und Gespräch über diese und andere Fragen mit der Autorin Uta Rüchel.

Ab 19 Uhr im Lübecker Speicher, Am Bollwerk 5, Demmin. Der Eintritt ist frei.

Eine Veranstaltung des Lübecker Speicher e. V. mit Unterstützung des DemokratieLaden Anklam.

Die Soziologin Uta Rüchel fragt in ihrem Buch nach den langen Schatten von Flucht und Vertreibung nach 1945. Hatte die jahrzehntelang unterschiedliche Erinnerungspolitik in Ost- und Westdeutschland Auswirkungen auf die Verarbeitung persönlicher Erlebnisse und Erfahrungen? Gibt es familiale und kollektive Erfahrungshintergründe, die als verschwiegene Erbschaften immer noch in uns wirken und unsere Haltung zu den Flüchtlingen heute prägen?

Die Ergebnisse ihres Projektes fasst Uta Rüchel in der These zusammen: Wer nicht angekommen ist, kann andere nicht willkommen heißen. Das gilt für die Flüchtlinge und Vertriebenen nach 1945 ebenso wie für die Ostdeutschen, die nach 1989 einen Neuanfang zu bewältigen hatten. Aber es gilt auch für viele Migranten und all jene, die durch die Folgen der Globalisierung zunehmend verunsichert sind.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| Die Zukunft der Europäischen Union – nach der Wahl und vor dem Brexit | Greifswald

Die Europäische Union ist angesichts des neu gewählten Parlaments und der nach wie vor offenen Fragen zum Brexit in Bewegung. Wir laden alle Interessierte herzlich ein zur Diskussion mit PD Dr. Christian Schweiger über die Zukunft der Europäischen Union im Berufsbildungswerk Greifswald, Pappelallee 2. Beginn 15 Uhr, der Eintritt ist frei!

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam und der Interessengemeinschaft Senioren der Energiewerke Nord GmbH und des ehemaligen Kernkraftwerkes Greifswald.

Das Europäische Parlament ist gewählt, nach zähem Ringen ist Ursula von der Leyen die neue Kommissionspräsidentin. Alte und neue Probleme werden die EU in den nächsten Jahren beschäftigen: Noch immer scheint eine gemeinsame Asyl- und Migrationspolitik in weiter Ferne, das Verhältnis zu den USA ist merklich abgekühlt und die Folgen des wahrscheinlichen Ausstiegs Großbritanniens betreffen nicht nur die wirtschaftliche Dynamik, sondern auch den Frieden an der irischen Grenze.

Mit Dr. Christian Schweiger möchten wir u. a. diese Fragen diskutieren: Wie sind der Ausgang der Wahl des Europaparlaments und der neuen Kommissionpräsidentin aus deutscher Sicht zu bewerten? Welchen Themen muss die EU sich künftig stärker allein widmen? Ist ein "Europa der verschiedenen Geschwindigkeiten" Teil einer Lösung oder würde eine Spaltung der Union dadurch befördert? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass andere Länder dem Beispiel der Briten folgen?

Der Referent

Christian Schweiger lehrt und forscht an der Technischen Universität Chemnitz in Vertretung der Professur "Europäische Regierungssysteme im Vergleich". Promoviert in Derby (Großbritannien) und von 2006 bis 2017 als Associate Professor an der School of Government and International Affairs an der Durham University in Großbritannien tätig, beschäftigt er sich intensiv mit dem Vereinigten Königreich, mit Ursachen und Folgen der Brexit-Entscheidung von 2016, sowie mit den Transformationsprozessen in den osteuropäischen Staaten der EU und der politisch-institutionellen Entwicklung der EU.

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| 70 Jahre NATO – überholt oder überlebenswichtig? | Torgelow

Der DemokratieLaden Anklam und die Kameradschaft Ehemalige, Reservisten und Hinterbliebene Uecker - Randow im Deutschen Bundeswehrverband e.V. laden alle Interessierten ein zu Vortrag und Diskussion zur Zukunft der NATO mit Brigadegeneral a. D. Dr. Klaus Wittmann.

In der Villa an der Uecker, Friedrichstraße 1 in Torgelow. Beginn 18.30 Uhr, der Eintritt ist frei!

Das Militärbündnis NATO wurde 1949, im gleichen Jahr wie die Bundesrepublik, gegründet und garantierte deren Sicherheit während des Kalten Krieges. Heute gehört ihr das vereinte Deutschland an, ebenso wie in den vergangenen zwei Jahrzehnten eine Reihe ehemaliger Mitgliedstaaten des Warschauer Pakts beigetreten sind. Durch die NATO-Osterweiterung sieht Russland seine Sicherheitsinteressen gefährdet, was insbesondere im Konflikt um die Ukraine und die Krim-Annexion erkennbar wird.

Aber auch innerhalb des Bündnisses scheinen Unstimmigkeiten zuzunehmen: In Deutschland ist das vertraglich vereinbarte Ziel von 2 Prozent des BIP zur Finanzierung des Militärhaushaltes umstritten. Truppenstationierungen in Osteuropa gelten manchem als eine "Provokation" Russlands, die Polen und die baltischen Staaten im Gegenzug als notwendige Sicherheitsmaßnahmen bewerten. Aufgrund des deutlicher werdenden Machtanspruchs Chinas wenden sich zudem die Vereinigten Staaten von Amerika seit einiger Zeit verstärkt dem pazifischen Raum zu, was in Europa die Sorge um Sicherheitsgarantien des wichtigsten Bündnispartners wachsen und über Alternativen nachdenken lässt.

Mit Dr. Klaus Wittmann möchten wir über die jüngere Geschichte und vor allem die Zukunftsperspektiven der NATO diskutieren: Was kann sicherheitspolitisch getan werden, um die Beziehungen zu Russland zu verbessern, nachdem in den 1990er Jahren geschaffenen Instrumente wie der NATO-Russland-Rat offenbar den Ukraine-Konflikt nicht verhindern konnten? Welche Strategie verfolgen langfristig die USA? Hätten die EU und speziell Deutschland Alternativen zur NATO und welche wären es?

Der Referent

Brigadegeneral a.D. Dr. Klaus Wittmann trat im Oktober 2008 nach 42 Jahren Bundeswehrdienst in den Ruhestand. Während seiner Laufbahn war er Bataillons- und Brigadekommandeur, schloss ein Geschichts- und Politikstudium mit Promotion ab, forschte am International Institute for Strategic Studies in London und arbeitete im Bundesministerium für Verteidigung sowie im NATO-Hauptquartier. Dr. Wittmann war Mitglied der Kammer für Öffentliche Verantwortung der EKD, wo deren Friedensdenkschrift von 2007 entstand, und ist Senior Fellow des Aspen Institute Deutschland. Auch hat er einen Lehrauftrag für Zeitgeschichte an der Universität Potsdam.

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| Deine, meine, unsere Stadt! Öffentliche Diskussion mit Anklamer Bürgern, Stadtvertretern und Bürgermeister | Anklam

Alle Bürgerinnen und Bürger Anklams sind herzlich eingeladen, sich an der Diskussion mit den neu- und wiedergewählten Stadtvertretern und dem Bürgermeister zu beteiligen. Die Moderation übernimmt Carsten Schönebeck vom Nordkurier.

Am Donnerstag, 26. September 2019, um 19 Uhr in den Räumen der Stiftung „Zentrum für Friedensarbeit“ (ehemaliges Wehrmachtsgefängnis), Friedländer Landstraße 3a.

Eine Veranstaltung der Hansestadt Anklam in Zusammenarbeit mit dem DemokratieLaden Anklam.

Anklam hat gewählt – dazwischen lag die Sommerpause, doch jetzt muss es wieder losgehen. Fünf Jahre haben die Stadtvertreter nun Zeit, um etwas für Anklam zu bewegen. Nur in welche Richtung? Für wen und mit wem?

Viele Bürger und Außenstehende attestieren der Hansestadt einen positiven Wandel in den vergangenen Jahren. Wie sehen Sie die Entwicklung in der Stadt; wo geht es voran und wo hakt es Ihrer Meinung nach? Wir wollen mit Ihnen ins Gespräch kommen darüber, mit welchen Erwartungen und Hoffnungen Sie Ihre Stimme vergeben, welche Enttäuschungen oder Überraschungen Sie erlebt haben und ggf. noch erwarten. Vielleicht haben Sie auch gar nicht gewählt? Warum nicht? Oder wollten Sie mit ihrer Stimme Protest ausdrücken? Was können, was sollen die Anklamer Stadtvertreter aus dem Ergebnis der Wahl lernen und welche Konsequenzen wünschen Sie sich? Wie gelingt ein Miteinander - in der Politik und in der Stadt - um Anklam noch lebenswerter zu machen?

Wir laden Sie herzlich ein, darüber mit allen Gästen zu diskutieren. Mit Blick auf die zurückliegende Kommunalwahl im Mai 2019 in Mecklenburg-Vorpommern nimmt Dr. Lars Tschirschwitz zu Beginn eine Kurzanalyse der Wahlergebnisse in Anklam vor.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

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