Veranstaltungen

| Politische Verfolgung in der Sowjetunion und dem heutigen Russland

Diese Veranstaltung wird aufgrund aktueller Infektionsschutzbestimmungen nicht stattfinden!

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Die Verfolgung der politischen Opposition im heutigen Russland hat eine lange, unrühmliche Tradition. Die Autorin Irina Scherbakowa liest aus Ihrem Buch "Die Hände meines Vaters", das die Geschichte ihrer Familie im 20. Jahrhundert erzählt: von der Russischen Revolution über den Kampf um Stalingrad bis zur Zeit nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Eine wichtige Rolle spielt an diesem Abendauch die Erinnerung an die Sowjetunion und die historische Bewertung der Verbrechen, denen im Namen des Kommunismus unzählige politisch Verfolgte zum Opfer gefallen waren.

Scherbakowa ist Mitarbeiterin der Menschenrechtsorganisation "Memorial International", die sich seit den 1980er Jahren um die Aufarbeitung dieser Geschichte bemüht. Der russische Staat, der aktuell ein zunehmend positives Bild des stalinistischen Erbes zeichnet, geht u. a. gegen die Arbeit der Organisation vor, die regelmäßig auch die Menschenrechtslage im heutigen Russland kritisiert. Im Gespräch wollen wir u. a. diesen Fragen nachgehen: Welche Rolle spielt die stalinistische Geschichte im Russland der Gegenwart? Was bedeutet es für die Arbeit von "Memorial International", als so genannter "ausländischer Agent" gelistet zu sein? Wie wird in anderen Staaten des ehemaligen Warschauer Pakts der totalitären Geschichte gedacht?

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| Ausstellungseröffnung: "Polen und Deutsche gegen die kommunistische Diktatur" | Ramin

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Die Ausstellung

Die Gründung der freien Gewerkschaft Solidarność 1980 in Polen markierte einen entscheidenden Wendepunkt in der Geschichte kommunistischer Staaten in Europa. Oppositionsgruppen gegen die kommunistischen Einparteienherrschaften in der DDR und in Polen hatte es in der Nachkriegszeit immer gegeben. Die Ausstellung "Polen und Deutsche gegen die kommunistische Diktatur" erinnert an diesen langen Kampf bis zum Ende des Kommunismus und ruft dabei Namen und Ereignisse ins Bewusstsein, die Nachgeborenen selten geläufig sind und dennoch die Gegenwart prägen.

Das Progr.amm zur Ausstellung

29.10., 19 Uhr: Vortrag und Zeitzeugengespräch mit Prof. Dr. Tytus Jaskułowski und Wolfgang Templin

Tytus Jaskułowski eröffnet mit einem Vortrag über die politischen Oppositionsbewegungen in Polen und der DDR. Jaskułowski ist Professor am Institut für Politik- und Verwaltungswissenschaft an der polnischen Universität in Grünberg und war u.a. am Hannah-Arendt-Institut an der TU Dresden sowie am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam tätig. Im Anschluss sind alle Gäste eingeladen, sich an der Diskussion mit Wolfgang Templin zu beteiligen, der als Oppositioneller in der DDR wichtige Kontakte zu polnischen Dissidenten hielt. Alle Beiträge des Abends werden professionell simultan in deutsch und polnisch übersetzt.

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11.11., 18.30 Uhr: Film und Gespräch mit dem DEFA-Film "Die Schlüssel" (DDR, 1973) und dem Filmwissenschaftler Holm Henning Freier

Der Film „Die Schlüssel“ von 1973 erzählt die Geschichte eines Paares aus der DDR, das in Polen Urlaub macht und dabei nicht nur kulturelle und historische Verbindungen zum Nachbarland, sondern auch sich selbst neu kennen lernt. Der Kontrast zwischen den jeweils unterschiedlichen Lebenswelten von Klaus, dem Studenten, und Ric, der selbstbewussten Arbeiterin, tritt in der Fremde jedoch umso deutlicher zu Tage und belastet die Beziehung schwer. Im Anschluss an den Film bietet das Gespräch mit dem Filmwissenschaftler Holm-Henning Freier die Möglichkeit, über die Entstehung und die Bedeutung von „Die Schlüssel“ im Jahr der Erstaufführung zu sprechen sowie darüber, was der Film aus heutiger Sicht über die DDR erzählt.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

Aufgrund der aktuell geltenden Hygienebestimmungen bitten wir Sie um eine Anmeldung bis zum 28.10.20 unter: info@demokratieladen.de. Mit der Bestätigung unsererseits ist Ihre Anmeldung verbindlich und ein Sitzplatz reserviert.

| Die verdrängte Zeit. Autorenlesung mit Marko Martin | Meiersberg

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In seinem aktuellen Buch entdeckt Marko Martin die ostdeutsche Avantgarde neu und zeigt, was sie uns heute noch alles sagen kann. Sie sind eingeladen, mit dem Autor u. a. darüber ins Gespräch zukommen, ob es ihm gelungen ist, einen unideologischen Blick auf diese Zeit zu eröffnen.

Das Buch

Die Beschäftigung mit der DDR-Vergangenheit scheint rettungslos zwischen Floskeln eingeklemmt. Weshalb fiden sich die, die 89/90 den Umbruch mitgestaltet haben, mit ihren Jugendlektüren, intellektuellen Prägungen oder Musikvorlieben heute beinahe in einer Art bezugsloser terra incognita, während doch gleichzeitig westliche 68er-Erlebnisse längst ins kollektive Gedächtnis eingegangen sind? Dieses Buch hat nicht den Anspruch einer letztgültigen Alternativ-Geschichte der DDR, es versucht, einen neuen, unideologischen Blick zu eröffnen. Wie etwa sah im eingemauerten Land eine Literatur oder Filmkunst aus, die weder politisch-oppositionell noch staatstragend war, sondern sich ihre Freiheitsräume gewitzt eroberte? Welche Rolle hatten Jazz und Punk? "Die verdrängte Zeit" ist eine provokativ gutgelaunte Erinnerung an weltgewandte Kulturleistungen, die nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht waren - und die nicht wegen, sondern trotz des Regimes entstanden sind.

Der Autor

Marko Martin lebt, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. In der Anderen Bibliothek erschienen seine Bücher "Schlafende Hunde" und "Die Nacht von San Salvador", sowie 2019 der Essayband "Dissidentisches Denken". Mit "Das Haus in Habana. Ein Rapport" stand er auf der Shortlist des Essayistikpreises.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

 

 

| "Spurensuche" – Autorenlesung und Zeitzeugengespräch | Wolgast

Der DemokratieLaden Anklam und die Evangelische Kirchgemeinde St. Petri Wolgast laden alle Interessierten zur Erinnerung an die friedliche Revolution in Wolgast 1989/90 ein. Sandra Pingel-Schliemann liest aus dem Buch "Spurensuche", im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich gemeinsam mit Wolgaster Zeitzeugen zu erinnern und die Geschehnisse zu bewerten.

Beginn 19 Uhr in der St. Petri Kirche Wolgast. Der Eintritt ist ist frei.

Die Covid-19-Hygienemaßnahmen werden selbstverständlich eingehalten.

Die Autorin und der Fotograf werden ihr Buch vorstellen. Anschließend sind Zeitzeugen und alle interessierten Gästen eingeladen, darüber ins Gespräch zu kommen, wie die Menschen den Umbruch erlebt, was sie für die nachfolgenden Generationen erkämpft haben und welche Schlussfolgerungen wir aus dem Einigungsprozess auch heute noch ziehen können. Der Wolgaster Biologielehrer im Ruhestand, Helmuth Skibbe, erinnert sich im „Atlas des Aufbruchs“ an die Zeit im Herbst 1989, als sich auch in Wolgast eine Gruppe des Neuen Forums zusammengefunden hatte. Hätte es damals die junge Pastorin Martina Zepke nicht gegeben, die, gerade nach Wolgast gekommen, die Kirche für diese Treffen zur Verfügung gestellt hat, wäre in Wolgast wohl nichts passiert, befürchtet er. Martina Zepke-Lembcke ist ebenfalls eingeladen, sich mit uns an die Zeit des Aufbruchs zu erinnern.

Vom 3. Oktober bis 20. November ist die Wanderausstellung „Aufbruch im Norden. Die friedliche Revolution in Mecklenburg-Vorpommern 1989/90“ in der Südkapelle der St. Petri Kirche zu besichtigen.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.