| VORPOMMERN – EIN GARTEN DER METROPOLEN?

Wege zur Gestaltung des ländlichen Raums.
17.00 Uhr | 17398 Bugewitz (Alter Pferdestall)

Immer mehr Menschen ziehen aus den Städten aufs Land. Die Mieten in Hamburg und Berlin steigen, Computer und Internet ermöglichen Telearbeitsplätze. Für viele moderne Arbeitsprozesse ist eine dauerhafte persönliche Anwesenheit im Büro in der Stadt nicht notwendig. Ländliche Räume werden zu "Gärten der Metropolen".

Die "Stadtflüchter" bevorzugen Dörfer und Kleinstädte in Küsten- und Autobahnnähe. Und auch in Randlagen gibt es Orte mit steigenden Einwohnerzahlen. Dabei sind neben der Verkehrsanbindung Standortfaktoren wie Versorgungsmöglichkeiten, Kinderbetreuung oder Kulturangebote entscheidend für die Wahl des Wohnortes.

Die Politik muss auf diesen Trend reagieren. Es gibt interessante Ideen und erprobte Mittel und Wege, den demografischen Wandel aktiv zu gestalten. Auch Kleinstädte und ländliche Gemeinden können wieder handlungsfähig werden. Und die "Stadtflüchter" bringen nicht nur ihre Kaufkraft und ihre Kinder mit, sondern auch ihre Qualifikationen. 
Die lassen sich vielfach mit den gewachsenen Strukturen und dem Können der lokalen Bevölkerung verbinden und für ländliche Entwicklung nutzen.

Helmut Klüter ist Inhaber des Lehrstuhls für Regionale Geographie an der Universität
Greifswald und war u.a. Mitglied des Landesplanungsbeirats Mecklenburg-Vorpommern.

Sie sind herzlich eingeladen.
Der Eintritt ist frei.

| GENERATION MAUER. EIN PORTRAIT.

Lesung und Gespräch mit Ines Geipel.
19.00 Uhr | Greifen-Gymnasium Ueckermünde (Aula)

Die in den 1960er Jahren im Osten Deutschlands Geborenen waren jung genug, um sich ab 1989 die Welt zu erobern – eine glückliche Generation? War die Wende für sie ein Sprungbrett ins größere Deutschland und in die Welt? Oder haben für die im Sys tem Honecker herangewachsenen »Mauerkinder« die Prägungen der späten DDR mit ihren politischen Tabus, dem Bespitzeln und Verhindern von Individualität doch ihren Tribut gefordert? Die Schriftstellerin und ehemalige Weltklasse- Sprinterin Ines Geipel sucht im Dialog zwischen persönlichem Schicksal und aktueller Forschung der Biografi e ihrer Generation auf die Spur zu kommen. Es ist die bisher unerzählte Geschichte der mittleren DDR-Generation, die von großen Hypotheken, aber auch von großen Chancen handelt.

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| TORGELOWER ERZÄHLCAFÉ MIT ILSE HENNIG

im Rahmen der Veranstaltung „Begegnungen, Geschichten
und Erfahrungen von und mit Geflüchteten“
ab 13.00 Uhr | Mehrgenerationenhaus der Volkssolidarität, Blumenthaler Str. 18, 17358 Torgelow

Am Nachmittag erwartet Sie die Autorin Ilse Hennig im „Torgelower Erzählcafé“ des MGH.

Ilse Hennig setzt sich als pensionierte Lehrerin seit über 15 Jahren für Integration und gegen Fremdenfeindlichkeit ein, gibt Sprachunterricht für Asylsuchende, unterstützt bei Ämterangelegenheiten und organisiert Freizeitaktivitäten.

Welche Gründe hat ein Mensch seine Heimat zu verlassen und hier Schutz und ein neues Leben zu suchen? Welche sprachlichen und rechtlichen Probleme treten dabei auf? Wie kann man selbst unbürokratisch Hilfe leisten? Diese Fragen möchten wir zusammen mit Ilse Hennig besprechen.

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| PRAXISTAG FLUCHT – ASYL – MIGRATION IM LANDKREIS VORPOMMERN-GREIFSWALD

Podiumsdiskussion und Workshops mit Praktikern und Experten
10.15 - 17.00 Uhr | Oase-Haus an der Schleuse , 17358 Torgelow

Das Thema Flucht – Asyl – Migration ist auf der gesellschaftlichen und politischen Agenda weit nach oben gerückt. Neben humanitären Aspekten stehen dabei rechtliche Rahmenbedingungen und praktische Handlungsoptionen im Mittelpunkt.

Der Praxistag beleuchtet die aktuelle Situation im Landkreis Vorpommern-Greifswald aus der Sicht der Praktiker. Politik, Verwaltung, caritative und private Initiativen, Vereine und Organisationen sind gleichermaßen angesprochen. Eingeladen sind auch interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Ziel ist es, gemeinsam konkrete Beiträge zur Verbesserung der Situation zu erarbeiten (Aufnahme, Betreuung, Verfahren, Unterbringung, Versorgung, Integration) und so eine spürbare Willkommenskultur zu befördern.

Das wird zunächst am Vormittag Thema einer offenen Podiumsdiskussion sein. Am Nachmittag werden sich alle TeilnehmerInnen in professionell moderierten Workshops mit einzelnen Aspekten, konkreten Problemfeldern und praktischen Handlungsoptionen befassen.

Abgerundet wird die Veranstaltung durch Informationsangebote verschiedener Initiativen und Einrichtungen im Foyer des Hauses. Im Anschluss wird der Film „Ziemlich beste Freunde“ gezeigt.

Dokumentation der Workshops (PDF)

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| Ziemlich beste Freunde

Filmvorführung
17.00 Uhr | Oase-Haus an der Schleuse , 17358 Torgelow

Französische Filmkomödie des Regie-Duos Éric Toledano und Olivier Nakache.

| Wer rettet wen? Die Krise als Geschäftsmodell auf Kosten von Demokratie und sozialer Sicherheit

Filmvorführung und Diskussion mit den Filmemachern Leslie Franke und Herdolor Lorenz

Von Griechenland glauben viele Mitteleuropäer, das Land habe über seine Verhältnisse gelebt und sei nach teuren Hilfen reformunwillig. „Wer Rettet Wen?“ vertritt die These, dass die kostspieligen Rettungspakete seit 2010 in erster Linie die Kreditgeber, die Banken, Hedgefonds und Versicherungen gerettet haben.

Der Film zeigt auch die radikale Veränderung der Gesellschaften in Europa. Die als „Rettung“ bezeichnete Umwandlung privater Schulden in öffentliche erschüttert sie in den Grundfesten. Die Folge ist eine gewaltige Umverteilung von unten nach oben: Die Reichen der Erde besaßen vor der Krise drei Mal mehr als alles, was in der Welt im Jahr produziert wird – heute besitzen sie schon vier Mal so viel.

„Wer Rettet Wen?“ fragt nach den Ursprüngen, Mechanismen und Folgen dieser Entwicklung. Aber der Film zeigt auch alternative Wege auf, wie sie z. B. Island eingeschlagen hat.

Seit seiner Premiere im Februar 2015 wurde „Wer rettet wen?“ in vielen hundert Kinos und anderen Veranstaltungsorten in ganz Europa gezeigt. Der Film sorgte überall für volle Häuser und kontroverse Diskussionen. TIP-Berlin schreibt: „Wer bei ‚Wer Rettet wen?‘ nicht aus seinem neoliberalen Schlummer erwacht, ist endgültig verloren.“

Der Film ist streitbar und bietet zahlreiche diskussionswürdige Argumente und Thesen - deswegen haben wir uns entschlossen, ihn auch in unserer Region zu zeigen und zur Diskussion zu stellen.

Mittwoch, 9.09.2015, 19.30 Uhr, Schloss Stolpe, Stolpe auf Usedom
Donnerstag, 10.09.2015, 19.30 Uhr, Haus des Gastes, Bansin auf Usedom
Eintritt frei

"Wer rettet wen?" ist eine internationale Koproduktion der Kernfilm GmbH von Leslie Franke und Herdolor Lorenz, 2015, wir zeigen eine von den Machern selbst gekürzte Fassung (58 Min), Link zur Website des Films

| Sommerabschlussfest mit KUNSTWELTEN-Werkstattpräsentation

mit Schülern, Künstlern, Flüchtlingen und vielen weiteren Gästen in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Anklam.

Gemeinsam mit dem Verein Demokratisches Ostvorpommern e.V. und der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützt der DemokratieLaden Anklam auch in diesem Jahr das Programm KUNSTWELTEN der Akademie der Künste. In diesem Rahmen werden zwischen Juni 2015 und Januar 2016 zahlreiche Projekte mit Schülerinnen und Schülern aus und in Anklam, Lassan, Torgelow, Ueckermünde und Wolgast durchgeführt. Eines dieser Projekte ist das Sommerabschlussfest in der Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge in Anklam.

Das Programm finden Sie unter www.adk.de/kunstwelten

| Heute bin ich Samba - Filmvorführung

Wir zeigen die erfolgreiche französische Komödie im Anklamer Kino, vormittags für Schulen (Anmeldung erforderlich!) und um 20:00 Uhr als öffentliche Veranstaltung.

| Erzählcafé in Torgelow

Eine Veranstaltung mit Harald Rinkens und anderen Mitgliedern der AG Willkommenskultur im Mehrgenerationenhaus.

| Wege zur deutschen Einheit

Ausstellung der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur und des Auswärtigen Amtes

Sommer 1989. Zehntausende fordern in der DDR ihre Ausreise oder suchen über Ungarn sowie die Botschaften der Bundesrepublik in den Ostblockstaaten einen Weg in den Westen. Zugleich formiert sich in der DDR die Opposition. Im Herbst 1989 schreiben die Ostdeutschen Weltgeschichte, als sie mit ihrer Friedlichen Revolution die hochgerüstete kommunistische Diktatur binnen weniger Wochen überwinden. In der Nacht zum 3. Oktober 1990 enden vier Jahrzehnte deutsche Teilung.

Die Ausstellungstexte, Fotos und Faksimiles beschreiben, wie die Friedliche Revolution die Frage der deutschen Einheit unverhofft auf die Tagesordnung der deutschen und internationalen Politik setzte. Die Schau widmet sich dabei gleichermaßen der innerdeutschen Entwicklung wie den diplomatischen Verhandlungen, die den Weg zur Wiedervereinigung im Einvernehmen mit den europäischen Nachbarn sowie den USA ermöglichte

Der DemokratieLaden zeigt die Ausstellung vom 3. bis zum 15. Oktober in der Nikolaikirche Anklam (täglich von 10-17 Uhr).

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