| Austauschbörse Integration in Anklam

Eine Veranstaltung für interessierte Privatpersonen sowie Vertreter von Vereinen, Unternehmen, Einrichtungen und Initiativen.

Mit Unterstützung des DemokratieLaden laden drei in lokalen Vereinen engagierte AnklamerInnen zu einem Austauschforum „Aktiv vor Ort – Integration in Anklam“ ein. In zwangloser Atmosphäre wollen wir ins Gespräch kommen, in themenbezogenen Workshops miteinander arbeiten und voneinander lernen.

Aus der Einladung: "Wir Anklamerinnen und Anklamer leben in einer Stadt, in der sich Hunderte Frauen und Männer, Kinder und Jugendliche ehrenamtlich engagieren. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Initiativen und Unternehmen, die sich ins Gemeinschaftsleben einbringen. Das macht uns und unsere kleine Hansestadt aus, und das sollte der Grundstein für eine gelingende Integration sein.
Gemeinsam wollen wir darüber sprechen, wie wir die zu uns kommenden Menschen, die Ihre Heimat aus Not um Leib und Leben verlassen haben, willkommen heißen und in unser städtisches Leben nachhaltig mit einbeziehen können...
Lassen Sie uns die Aktivitäten bündeln und vernetzen, Ansprechpartner finden, Kontakte knüpfen, eine Koordinierungsstelle planen; lassen Sie uns über finanzielle und rechtliche Fragen reden, über sprachliche Barrieren und deren Überwindung, über Vorbehalte und Ängste, vor allem aber über Chancen und Möglichkeiten!"

Das Programm:
17.00 Uhr Begrüßung
ab 17.30 Uhr Workshops:
1. „Ich möchte Dir eine Perspektive bieten“ – Integration in die Arbeitswelt
2. „Ich möchte Euch kennenlernen“ – Private Initiativen
3. „Ich möchte, dass Ihr mitmacht“ – Ehrenamt und Vereine

Ort: Evangelische Schule „Peeneburg“ in Anklam, Wollweberstr.1 (Eingang über den Hof)

| Stärkung der deutsch-polnischen Zusammenarbeit

Über 25 Jahre deutsch-polnische Zusammenarbeit unter demokratischen Vorzeichen: Wo stehen wir heute, wo wollen hin? In der Tradition der in den vergangenen Jahren durchgeführten Grenzlandcafés und Grenzlandwerkstätten möchten wir Sie einladen, wieder einen Schritt weiter zu gehen.

Hintergrund

Die Metropole Szczecin dehnt sich aus. Gewerbe, Handel und Industrie siedeln sich auf der grünen Wiese an. Aus Stadtbewohnern werden Vorstädter, aus Dörflern werden Pendler – der ländliche Raum um die Stadt herum entwickelt sich allmählich zum Speckgürtel. Nicht nur die deutsche Seite der Region macht sich Hoffnungen davon wirtschaftlich zu profitieren. Gleichzeitig wachsen aber auch Unsicherheiten und Ängste vor den Transformationsprozessen, die sich in Vorpommern, der Uckermark und Westpommern vollziehen.

Über Generationen hatte man es sich beiderseits der Grenze in einem Leben in Randlage eingerichtet. Heute wandern auf der deutschen Seite viele junge Menschen ab, weil sie sich westwärts bessere Chancen für ein erfülltes Leben erhoffen. Zugleich ziehen polnische Neubürger in die Region. Sie bringen häufig eine eher pragmatisch-wirtschaftsliberale Einstellung mit und eine wertvolle, bisher nicht existierende Stadt-Land-Beziehung.

Diese Entwicklung bringt viele Herausforderungen für die gesamte Region mit sich. Eine davon ist der weitere Auf- und Ausbau einer starken Zivilgesellschaft, die Landes- und Sprachgrenzen überwindet.

Die Veranstaltung

In der Tradition der in den vergangenen Jahren durchgeführten Grenzlandcafés und Grenzlandwerkstätten möchten wir Sie zu einem Treffen in das Gutshaus Ramin einladen, um wieder einen Schritt weiter zu gehen.

In moderierten Arbeitsgruppen sollen verschiedene grenzüberschreitende Lebensbereiche betrachtet und jeweils ausgehend von einer ersten Ideensammlung konkrete Netzwerkprojekte entwickelt werden. Sprachmittler unterstützen die Arbeitsgruppen. Die Ergebnisse werden im Plenum vorgestellt und Kooperationsmöglichkeiten ausgelotet.

Damit die Ideen und Projekte keine Luftschlösser bleiben, sind auch Vertreterinnen und Vertreter von Stiftungen und anderen Einrichtungen eingeladen, die bei der späteren Umsetzung finanziell und mit ihrem Erfahrungsreichtum helfen können.

Den ersten Tag beschließen möchten wir gerne mit einem informellen Beisammensein, bei dem wir am Kamin unsere Ideen gemeinsam „weiterspinnen“ können. Wir laden Sie daher herzlich dazu ein, die Option der Übernachtung im Gutshaus Ramin in Anspruch zu nehmen.

Kontakt und Anmeldung

Das Treffen richtet sich an alle Institutionen, Vereine und Einzelpersonen, die bereits in der Zusammenarbeit engagiert sind oder damit beginnen wollen.

Anmeldung erbeten bis spätestens 18.02.2016 an den DemokratieLaden Anklam.

Veranstaltungsort ist das Gutshaus Ramin, Dorfstraße 41, 17321 Ramin (www.gutshaus-ramin.de)

Die Teilnahme ist kostenlos. Für die Übernachtung wird ein Unkostenbeitrag in Höhe von 15,00 Euro pro Person erhoben.

Diese Veranstaltung bereitet der DemokratieLaden Anklam in Kooperation mit dem Regionalzentrum für demokratische Kultur, dem Projekt perspektywa der RAA, dem Dietrich-Bonhoeffer-Begegnungszentrum Stettin/Szczecin und der Friedrich-Ebert-Stiftung vor.

| Hand in Hand gegen Rassismus - für Menschenrechte und Vielfalt

PRO ASYL ruft u.a. mit Amnesty International und Campact zum Aktionstag auf - Pasewalk macht mit!

Die Initiative "Pasewalk hilft" lädt Sie und Euch zusammen mit vielen anderen Partnern aus Stadt und Region am 19. März von 14:30 bis 17:00 Uhr herzlich auf den Marktplatz in Pasewalk ein.
Wir wenden uns mit einem vielfältigen Programm an Sie und Dich und alle BürgerInnen aus Pasewalk und der Region, um gemeinsam, sinnbildlich Hand in Hand, den um sich greifenden Rassismus zu diskutieren und durch aktive Teilnahme zu signalisieren: Wir setzen uns ein für Menschenrechte und Vielfalt!
Der Markt wird zum Ort für unterschiedlichste Formen der Begegnung, für Austausch, Informationen und zum Mitmachen. Wir hoffen, es ist auch etwas für Sie und Dich dabei und freuen uns über Ihren und Deinen Besuch und das gemeinsame Gespräch.

Wir konnten viele weitere Partner gewinnen und freuen uns, ein vielfältiges Angebot präsentieren zu können:
•    mit vielen anderen Menschen ein großes Pflasterbild malen
•    zu internationaler Musik tanzen; bunt, ausgelassen und fröhlich
•    Glockenspiel Spendenwunschkonzert
    Integration beginnt mit Kennenlernen: Geflüchtete und einheimische Menschen im Gespräch. Moderation: DemokratieLaden Anklam
•    "Farbe bekennen gegen Rechts" - Schülerarbeiten aus verschiedenen Schulen UER's werden gezeigt. Tacheles e.V. in Zusammenarbeit mit Die Linke
•    Strassencafé mit dem Arbeitslosenverband
•    dem Leben Farbe geben, 5 große Bilder entstehen
Hier geht es zu unserer Internetseite mit allen Informationen und den aktualisierten Angeboten:
http://www.pasewalk-hilft.de/aktivitaeten/details/article/hand-in-hand-gegen-rassismus-fuer-menschenrechte-und-vielfalt/
 

Es finden täglich Angriffe auf geflüchtete Menschen und Asylbewerberheime statt! Im Internet werden Menschen beleidigt, nur weil sie sich für ein tolerantes Miteinander einsetzen, Flüchtlingen ihre Hilfe anbieten. Eine Welle des Hasses wird ohne jegliche Scheu nach außen getragen.
Wir friedliebenden Menschen dürfen nicht wegschauen, auch wenn es Ängste vor Repressalien gibt! Wir sind viele und sollten das auch zeigen!
Wir wollen, gemeinsam mit Vielen, ein starkes Zeichen setzen! Pasewalk und die Region ist bunt und setzt sich für Menschenrechte und Vielfalt ein! Machen Sie mit!

 

 

| Flucht & Ankommen - Integration vor Ort

Filmvorführung "Willkommen auf Deutsch" mit anschließendem Gespräch - Eine Veranstaltungsreihe des DemokratieLaden Anklam in Kooperation mit der Anklamer Initiative "Aktiv vor Ort".

Donnerstag, 14. April, 19 Uhr im Freiwilligenzentrum der Caritas, Gartenhaus, Friedländerstraße 43, Anklam

Einige Hundert geflüchtete Menschen leben zurzeit in Anklam und der Region, die meisten erst seit wenigen Monaten. Wie viele von ihnen bleiben werden, hängt nicht zuletzt davon ab, welche Perspektiven sie hier haben und wie willkommen sie sich fühlen. Sie freundlich aufzunehmen und zunächst mit dem Nötigsten zu versorgen, sind viele Menschen unermüdlich im Einsatz: in Verwaltung, in Vereinen, hauptamtlich, sehr viele auch ehrenamtlich.

Was wissen wir aber tatsächlich von den Neuankömmlingen, und was wissen sie von uns? Die wenigsten haben persönliche Kontakte, wissen nicht viel von dem Leben der einen hier und in den Heimatländern der Geflüchteten oder kennen die Fluchtgeschichten, die Hoffnungen und Vorstellungen von der Zukunft, die damit verbunden sind. Welche Möglichkeiten haben wir, uns einzubringen und den eigenen Horizont ein Stückchen weiter zu stecken?

Mit dieser Veranstaltungsreihe wollen wir Raum und Zeit zum gegenseitigen Kennlernen und für einen gemeinsamen Austausch schaffen. Der Film "Willkommen auf Deutsch" bietet uns einen Einstieg und kann Verständnis füreinander schaffen. Er richtet den Fokus auf beide Seiten: auf die, die schon hier waren und jene, die hier ankommen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und das Gespräch mit Ihnen! Der Eintritt ist frei, wir freuen uns aber über eine Spende für die Arbeit des Freiwilligenzentrums der Caritas

Willkommen auf Deutsch
Deutschland 2014, 90 Minuten
Buch & Regie: Carsten Rau & Hauke Wendler
www.willkommen-auf-deutsch.de

Landkreis Harburg, zwischen Lüneburger Heide und Hamburg. Backsteinhäuser, Weideland - hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Doch jetzt leben traumatisierte Flüchtlinge neben DorfbewohnerInnen, die sich angesichts der neuen Nachbarn um ihre Töchter und den Wert ihrer Eigenheime sorgen. Junge Männer, die Krieg und Armut entfliehen wollten, sollen in einem 400-Seelen-Dorf untergebracht werden, das weder Bäcker noch Supermarkt hat. Was passiert, wenn Menschen aufeinander prallen, die einander fremd sind?

Anhand zweier Gemeinden, die stellvertretend für viele andere stehen, beschreibt der Dokumentarfilm "Willkommen auf Deutsch" die kleinen und großen Konflikte, die bei der Unterbringung und Betreuung von AsylbewerberInnen aufbrechen. Dazu begleitet er nicht nur eine tschetschenische Mutter, die mit ihren sechs Kindern allein nach Deutschland gekommen ist, sondern auch den Fachbereichsleiter der überlasteten Verwaltung und AnwohnerInnen beider Gemeinden, die im Umgang mit den Flüchtlingen ganz unterschiedliche Wege gehen.

"Willkommen auf Deutsch" ist kontrovers, sehr emotional und auch amüsant und zeigt, dass die Situation schwierig, aber nicht hoffnungslos ist. "Prädikat besonders wertvoll" (FWB)

| „Deutsch-Polnische Verflechtungen“ | Ramin

19 Uhr, Gutshaus Ramin (Dorfstr. 41)

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam mit Film und anschließendem Gespräch aus Anlass und zur Erinnerung an die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages am 17.06.1991.

zum Film:
Verflechtungen eines Zopfes
Dokumentarfilm, Polen 2012, 35 Min, OmU, Regie: Paweł Kulik


Britta Wuttke, deutsch-polnische Schriftstellerin und Ärztin, wurde 1940 im deutschen Misdroy
geboren. Ihre Familie schaffte es – als eine der wenigen – nach dem Krieg im polnischen Międzyzdroje zu bleiben. Seit 1981 lebt Britta Wuttke in Berlin und ist Ehrenbürgerin von Międzyzdroje. Wie eng die Schicksale von Deutschen und Polen miteinander verflochten sind, zeigt dieser Dokumentarfilm. Im Anschluss laden wir ein zum Gespräch mit der Protagonistin
Britta Wuttke und den Filmemachern Paweł und Michał Kulik. Gespannt sind wir auch auf Ihre Geschichte und Perspektive auf die „deutsch-polnischen Verflechtungen“.

Datum/Uhrzeit: Mittwoch, 25. Mai, 19 Uhr
Veranstaltungsort: Gutshaus Ramin, Dorfstr. 41


Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam aus Anlass und zur Erinnerung an die Unterzeichnung des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages am 17.06.1991:
„Der deutsch-polnische Nachbarschaftsvertrag (amtlich: Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Polen über gute Nachbarschaft und freundschaftliche Zusammenarbeit, polnisch: Traktat między Rzeczypospolitą Polską a Republiką Federalną Niemiec o dobrym sąsiedztwie i przyjaznej współpracy z 17.06.1991 r.) wurde am 17. Juni 1991 in Bonn von Helmut Kohl (Bundeskanzler), Hans Dietrich Genscher (Bundesaußenminister), Jan Krzysztof Bielecki (Ministerpräsident Polens) und Krzysztof Skubiszewski (polnischer Außenminister) unterzeichnet.
Er ergänzt den im Herbst 1990 ausgehandelten deutsch-polnischen Grenzvertrag, der eine der Vorbedingungen seitens der Alliierten für die deutsche Wiedervereinigung war. Beide Verträge wurden Ende 1991 von den Parlamentariern ratifiziert und traten am 16. Januar 1992 in Kraft.“ (Wikipedia)

Sie sind herzlich eingeladen.
Für einen Imbiss ist gesorgt - dieser und der Eintritt sind frei.
Wir freuen uns auf Sie und diesen Abend.

| „Angekommen – und was dann?“ | Torgelow

19 Uhr | Haus an der Schleuse in Torgelow (Schleusenstraße 5b)

Welche Erfahrungen machen Flüchtlinge in ihren Ländern und auf ihrem Weg nach Europa? Was erwartet sie hier in Deutschland? Wie begegnen wir Deutsche Ihnen im Alltag und welche Möglichkeiten ergeben sich aus diesem Kontakt?

Im Rahmen einer Veranstaltungsreihe mit Dokumentar- und Spielfilmen im Haus an der Schleuse möchten wir von der Willkommenskultur Torgelow Einblicke in die Welt der Neuankömmlinge bieten und zugleich einen Ort schaffen, an dem sich alteingesessene und neue Torgelower Bürgerinnen und Bürger regelmäßig begegnen können.

Dazu laden wir Filmemacher, Referenten und Gäste zur offenen Diskussion über Themen der Flucht und Integration ein. Auf diesem Wege wollen wir dem Publikum ein Forum zum Mitdiskutieren über diese Themen schaffen.
Der Eintritt ist frei.

zum Film:
Neuland
Dokumentarfilm 2013; Regie: Anna Thommen; 93 min


Sie sind weit gereist. Jetzt finden sie sich in der Integrationsklasse von Lehrer Christian Zingg in Basel wieder, wo Jugendliche aus aller Welt innerhalb von zwei Jahren Sprache und Kultur des Landes kennenlernen. Unter ihnen der 19-jährige Ehsanullah aus Afghanistan, der das Meer in einem Schlauchboot und die Berge zu Fuß überquert hat. Oder die albanischen Geschwister Nazlije und Ismail, die ihre Heimat aus familiären Gründen verlassen haben und nun beim Vater und seiner neuen Frau untergekommen sind.
Die Filmemacherin Anna Thommen beobachtete über zwei Jahre lang junge Menschen einer Integrationsklasse, in der sie auf ein Berufsleben in der Schweiz vorbereitet werden. Zum heimlichen Star des Films steigt der warmherzige Lehrer Christian Zingg auf. Er steht uns an diesem Abend via Skype als Gesprächspartner zur Verfügung.
Mehr Infos unter: http://www.neuland-film.ch

Datum/Uhrzeit: Donnerstag, 27. Mai, 19 Uhr
Veranstaltungsort: Haus an der Schleuse in Torgelow, Schleusenstraße 5b

| Willkommen auf Deutsch | Pasewalk

18 Uhr, St. Marienkirche Pasewalk

Filmvorführung und Diskussion mit der Bürgermeisterin von Pasewalk Sandra Nachtweih, dem Vorsitzenden des Sonderausschusses für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten und Leiter der Arbeitsagentur Vorpommern-Greifswald Heiko Miraß (angefragt) sowie Vertretern der „Initiative Pasewalk hilft“.

Willkommen auf Deutsch
Deutschland 2014, 90 Minuten
Buch & Regie: Carsten Rau & Hauke Wendler
www.willkommen-auf-deutsch.de

Freitag, 3. Juni, 18 Uhr, St. Marienkirche Pasewalk

Landkreis Harburg, zwischen Lüneburger Heide und Hamburg. Backsteinhäuser, Weideland - hier scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Doch jetzt leben traumatisierte Flüchtlinge neben DorfbewohnerInnen, die sich angesichts der neuen Nachbarn um ihre Töchter und den Wert ihrer Eigenheime sorgen. Junge Männer, die Krieg und Armut entfliehen wollten, sollen in einem 400-Seelen-Dorf untergebracht werden, das weder Bäcker noch Supermarkt hat. Was passiert, wenn Menschen aufeinander prallen, die einander fremd sind?

Anhand zweier Gemeinden, die stellvertretend für viele andere stehen, beschreibt der Dokumentarfilm "Willkommen auf Deutsch" die kleinen und großen Konflikte, die bei der Unterbringung und Betreuung von AsylbewerberInnen aufbrechen. Dazu begleitet er nicht nur eine tschetschenische Mutter, die mit ihren sechs Kindern allein nach Deutschland gekommen ist, sondern auch den Fachbereichsleiter der überlasteten Verwaltung und AnwohnerInnen beider Gemeinden, die im Umgang mit den Flüchtlingen ganz unterschiedliche Wege gehen.

"Willkommen auf Deutsch" ist kontrovers, sehr emotional und auch amüsant und zeigt, dass die Situation schwierig, aber nicht hoffnungslos ist. "Prädikat besonders wertvoll" (FWB)

Im Anschluss möchten wir mit Ihnen über den Film sprechen, nicht zuletzt mit Blick auf die Situation im Landkreis Vorpommern-Greifswald. Wir möchten diskutieren, wie willkommen sich geflüchtete Menschen bei uns fühlen können und wie es uns gelingen kann, von der viel beschworenen Willkommenskultur zu einer Kultur der Integration zu kommen.

Der Eintritt ist frei; wir bitten um eine Spende für die "Initiative Pasewalk hilft" und ihre Integrationsarbeit vor Ort.

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam in Zusammenarbeit mit der Initiative "Pasewalk hilft" und der Kirchengemeinde St. Marien Pasewalk

| Von Wegwerfkühen und Ackergiften. Welchen Preis hat Effizienz in der Landwirtschaft? | Bugewitz

Lesung und Diskussion mit der Autorin und Journalistin Tanja Busse; im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Wege zur Gestaltung des ländlichen Raums"

Die deutschen Landwirte produzieren immer mehr Milch, Fleisch oder Getreide in immer kürzerer Zeit – auch hier im ländlichen Raum Vorpommerns mit seinen relativ großen Betrieben. Effizienz ist das Argument: nur mit den intensiven, konventionellen Methoden könne man zukünftig neun Milliarden Menschen ernähren, sagen die Anhänger dieser Produktionsweise. Aber der Preis dafür sei zu hoch, halten deren Gegner dagegen.

Die Autorin Tanja Busse setzt sich seit vielen Jahren mit der modernen Landwirtschaft auseinander. In Bugewitz stellt sie nun ihr aktuelles Buch „Die Wegwerfkuh“ vor.

Darin kritisiert sie Zustände und Entwicklungen in der Produktion von Fleisch und tierischen Produkten, wird aber nie polemisch oder anklagend, sondern behält immer auch die Standpunkte und Zwänge der Landwirte im Blick.

Über diese und andere Themen möchten wir an diesem Abend mit der Autorin, weiteren Gästen wie Doreen Riske von der Agrar GbR Groß Kiesow und Dr. Jürgen Buchwald aus dem Landwirtschaftsministerium – und nicht zuletzt mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Moderation: Stefan Ewert, Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald

TERMIN: Mittwoch, 8. Juni 2016, 19 Uhr; Gaststätte Am Mühlengraben; Dorfstr. 47, 17398 Bugewitz

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern

Veranstaltungsflyer zum Download als pdf-datei

| Wenn Ausgrenzung nicht funktioniert? | Torgelow

Über den Umgang mit rechtspopulistischen oder rechtsextremen Argumentationen
Montag, 4. Juli, 18 Uhr, Torgelow, im Haus an der Schleuse, Schleusenstraße 5b

Wahlerfolge für rechtspopulistische Parteien in Europa in den letzten Jahren, zuletzt bei der österreichischen Bundespräsidentenwahl, zeigen die hohe Aufmerksamkeit, die populistische Argumentationsweisen auf sich ziehen. Mit den Politikwissenschaftlern Dr. Marcel Lewandowsky und Christian Nestler wollen wir an diesem Abend über die Unterschiede von Rechtsextremismus und Rechtpopulismus sprechen: Wo liegen inhaltliche Unterschiede und worin unterscheiden sich die strategischen Konzepte? Gemeinsam wollen wir diskutieren, was den scheinbar einfachen Antworten entgegengesetzt werden kann.

TERMIN:  Montag, 4. Juli, 18 Uhr, Torgelow, im Haus an der Schleuse, Schleusenstraße 5b

Die Referenten:

Dr. Marcel Lewandowsky, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Politikwissenschaft der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, forscht u.a. zum Rechtspopulismus in Westeuropa. In seinem Vortrag wird Dr. Lewandowsky erfolgreiche rechtspopulistische Parteien in Deutschland und Westeuropa untersuchen und vergleichen. Dabei wird die Frage im Mittelpunkt stehen, wie Rechtspopulismus und Rechtextremismus hinsichtlich ihres Auftretens, ihres Programms und ihrer Wählerbasis voneinander zu unterscheiden sind und welche Gemeinsamkeiten bestehen.

Christian Nestler, M.A., wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Vergleichende Regierungslehre des Instituts für Politik- und Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock. Mitglied der Arbeitsgruppe Politik und Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern. Der Parteienwettbewerb in der Bundesrepublik Deutschland hat in den letzten Jahren einen Anstieg relativ erfolgreicher Parteien erlebt. Diese haben nicht nur neue Themen in die Debatte eingebracht, sondern haben mit lange Zeit tabuisierten Stilmitteln zum Teil Erfolg. Der Vortrag nimmt die anstehende Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern zum Anlass, um die Rahmenbedingungen im Detail und mögliche Entwicklungen zu betrachten.

Die Moderation übernimmt Dr. Gudrun Heinrich, Politikwissenschaftlerin mit dem Arbeitsschwerpunkt Fachdidaktik und Rechtsextremismusprävention, Universität Rostock.

Flyer zum Download als pdf-Datei.

| "Wenn Ausgrenzung nicht funktioniert?" in Anklam und Strasburg

Zwei Diskussionsveranstaltungen für Bürgerinnen und Bürger mit Unterstützung durch das "Aktionsbündnis Vorpommern: weltoffen, demokratisch, bunt!/AG Strasburg" und „Anklam für alle – regionales Bündnis für Toleranz und Menschenwürde“.
Montag, 18. Juli, 18 Uhr im Konferenzsaal der Sparkasse am Pferdemarkt 1 in 17389 Anklam
Dienstag, 19. Juli, 18 Uhr in der Begegnungsstätte der Volkssolidarität, Schulstraße 11 in 17335 Strasburg

Zurzeit ist nahezu überall in Europa der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien zu beobachten. Auch Mecklenburg-Vorpommern, wo am 4. September 2016 ein neuer Landtag gewählt wird, wird davon nicht unberührt bleiben. 

Die beiden Rostocker Politikwissenschaftler Christian Nestler und Martin Koschkar möchten mit ihren Vorträgen die aktuelle Lage des Parteiensystems vor der Landtagswahl erörtern. Besonderes Augenmerk legen sie dabei auf die Erfolge, die rechtspopulistische Parteien in der letzten Zeit nachweislich haben: Was steckt hinter diesen Erscheinungen? Welche Konsequenzen haben die Veränderungen des Parteiensystems für die Politik im Lande? Wo liegen Gemeinsamkeiten und wo die Unterschiede zwischen Rechtspopulisten und Rechtsextremisten? In der anschließenden Diskussion soll auch das Publikum zu Wort kommen, um das Thema zu vertiefen und offen gebliebene Fragen anzusprechen. 

Die Referenten:

Martin Koschkar und Christian Nestler sind wissenschaftliche Mitarbeiter am Institut für Politik- u. Verwaltungswissenschaften der Universität Rostock und Mitglieder der Arbeitsgruppe „Politik und Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern“.

Der Moderator:

Christoph Wunnicke wurde 1971 in Prenzlau geboren. Er absolvierte ein Geschichtsstudium an der Humboldt-Universität Berlin und ist seitdem halbtags in der Pressestelle der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen angestellt. Parallel arbeitet er freiberuflich als Historiker zur DDR- und Regionalgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns.

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