Veranstaltungen

| Die Geschichte jüdischen Lebens in Demmin. Ein musikalisch historischer Abend

Der Historiker Christoph Wunnicke erzählt die Geschichte der jüdischen Gemeinde Demmins: Von den ersten jüdischen Einwohnern im 16. Jahrhundert bis hin zur Blütezeit der jüdischen Gemeinde.
Begleitet wird der historische Vortrag von Musik aus jüdischer Feder, die die kulturelle Vielfalt jüdischer Musik widerspiegelt: von Synagogalmusik über traditionelle Melodien bis hin zu den Schlagern der 1920er Jahre.

In Demmin, Rathaussaal, Markt 1,
Beginn: 19 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Die jüdische Geschichte Pommerns

Die jüdische Geschichte Demmins ist ein faszinierendes, aber oft vergessenes Kapitel der Vergangenheit. Sie reicht Jahrhunderte zurück und spiegelt sowohl Phasen des Zusammenlebens als auch Zeiten der Verfolgung wider. Der Historiker Christoph Wunnicke erzählt die Geschichte der jüdischen Gemeinde Demmins: Von den ersten jüdischen Einwohnern im 16. Jahrhundert über die rechtlichen Hürden, denen die jüdischen Bürger bis ins 19. Jahrhundert ausgesetzt waren, bis hin zur Blütezeit der jüdischen Gemeinde, die 1847 mit der Gründung der Synagogengemeinde Demmin ihren Höhepunkt erreichte. Der Bau der Synagoge in der heutigen Synagogenstraße 7 und der neue jüdische Friedhof in der Bergstraße waren sichtbare Zeichen jüdischen Lebens in Demmin.

Die wirtschaftliche Krise nach 1873, der wachsende Antisemitismus der 1920er Jahre und schließlich die Verfolgung durch das NS-Regime führten dazu, dass in den 1930er Jahren nur noch wenige jüdische Familien in Demmin lebten. Die Synagoge wurde verkauft, jüdische Geschäfte boykottiert und die letzten jüdischen Einwohner deportiert. Ihr Schicksal bleibt oft im Dunkeln.

Begleitet wird der historische Vortrag von Musik aus jüdischer Feder, die verschiedene Jahrhunderte umfasst. Tenor Kay-Gunther Pusch, begleitet von Pianistin Christiane Novozin Roeloffs und Trompeter Ulf Rust, wird Stücke darbieten, die die kulturelle Vielfalt jüdischer Musik widerspiegeln: von Synagogalmusik über traditionelle Melodien bis hin zu den Schlagern der 1920er Jahre.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:

| 80 Jahre Kriegsende - Einladung zur Zeitzeugendiskussion: Wolgast 1945 – Erinnerungen und Erfahrungen

Das Jahr 1945 markierte eine tiefgreifende Zäsur in der Geschichte Deutschlands – auch für Wolgast und seine Umgebung.
Der Historiker Christoph Wunnicke wird mit einer kurzen Einführung in die Ereignisse des Jahres 1945 den Rahmen für den Abend setzen. Anschließend berichten Zeitzeugen von ihren Erlebnissen und Erinnerungen, bevor sich eine offene Diskussion mit dem Publikum anschließt. Alle Interessierten sind eingeladen, eigene Erfahrungen oder überlieferte Familiengeschichten einzubringen.

Im Stadtgeschichtlichen Museum Wolgast, Rathausplatz 6.
Beginn: 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen die letzten Kriegsmonate und die unmittelbare Nachkriegszeit in Wolgast. Thematisiert werden unter anderem der Versuch einer friedlichen Übergabe der Stadt, die Sprengung der Peenebrücke durch die Wehrmacht und die Besetzung Wolgasts durch die Rote Armee am 30. April 1945. Der schwierige Neuanfang und der Wiederaufbau der Zivilgesellschaft in den von Mangel geprägten ersten Nachkriegsjahren werden ebenso im Fokus des Abends stehen wie das Schicksal von Einzelpersonen, etwa dem 1945 eingesetzten stellvertretenden Wolgaster Bürgermeister Walter Kolberg, der 1954 im Arbeitslager Workuta ums Leben kam.

Zeitzeugenberichte sind willkommen: Ob persönliche Erinnerungen, überlieferte Familiengeschichten, Fotos oder Fragen zur Geschichte – jeder Beitrag ist willkommen und hilft dabei, das Bild jener Zeit lebendig zu halten.

Anmeldungen Zeitzeugen & Informationen: Stadtgeschichtliches Museum Wolgast: 03836 203041

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:

| 1945 in Anklam - Das Ende des 2. Weltkriegs vor 80 Jahren Kapitel II "Sowjetische Herrschaft - Vom Kriegsende bis zur Bodenreform"

Der Historiker Christoph Wunnicke sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen erzählen in drei Kapiteln von den Ereignissen in Stadt und Region.

Im ehemaligen Wehrmachtgefängnis in Anklam, Friedländerstraße 3a
Beginn: 18 Uhr
Eintritt ist frei.

Kapitel II Sowjetische Herrschaft - Vom Kriegsende bis zur Bodenreform

Unmittelbar nach Kriegsende begann der Neuaufbau der KPD in Anklam. Am 5. Mai 1945 wurde Heribert Hövelmans, Ex-Mitglied des „Nationalkomitees Freies Deutschland“, mit sowjetischer Unterstützung Bürgermeister. Zusammen mit Genossen formte er den Stadtrat. Bereits am 25. Juli gründete Ernst Maaß die KPDOrtsgruppe; alte KPD-Mitglieder spielten eine Schlüsselrolle. Ende August zählte die KPD im Kreis 208 Mitglieder. Die SPD folgte kurz darauf, die Zusammenarbeit war eng und auf Vereinigung ausgelegt. Am 7. September 1945 wurde die Stadtleitung der KPD gewählt, mit Hövelmans und Geisler als zentralen Akteuren. Das Krankenhaus war mit zwei Schwestern und zwei Helferinnen kaum arbeitsfähig. Dr. Kalb übernahm im Juli 1945 als Chefarzt den Wiederaufbau. Seuchen wie Typhus und Fleckfieber breiteten sich stark aus. Der Stadtrat ordnete Zwangsimpfungen und neue Entlausungsstationen an. Notkrankenhäuser entstanden unter anderem in der Berufsschule und im Pulverturm. Nach dem Krieg kehrten viele Bauern zurück, trafen jedoch auf zerstörte Höfe, fehlendes Vieh und Maschinen. Die Frühjahrsbestellung fiel aus, Arbeitskräfte und Technik fehlten.
Die Bevölkerung wurde zur Erntehilfe verpflichtet, ein Ablieferungssoll eingeführt. Die Ernte gelang größtenteils, doch die Landwirtschaft blieb stark eingeschränkt. Auch das kirchliche Leben veränderte sich stark. Die St.-Nikolai-Kirche wurde am 29. April 1945 durch Granaten zerstört; der Turm stürzte ein. Die katholische Gemeinde hingegen wuchs durch Flüchtlinge auf bis zu 4600 Personen an.

Zeitzeugenberichte sind willkommen

Wir würden uns freuen, wenn es gelingt, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu motivieren, die in den Veranstaltungen von ihren Erinnerungen berichten. Aber auch Angehörige und Freunde von Zeitzeugen, die Erinnerungen und Berichte, Fotos oder Dokumente aus der Zeit mitbringen und somit für einen spannenden und lebendigen Austausch sorgen, sind herzlich willkommen.

Bitte melden Sie sich gern bei Sabine Görner im Museum im Steintor telefonisch unter: 03971-245503. 

Die Veranstaltung ist Teil einer Veranstaltungsreihe.

Nächster Termin: 19.06.2025 Kapitel III "Neuaufbau".

Den Flyer für die Veranstaltungen am 15.05. & 19.06.2025 finden Sie hier.

| "Kabarett der Namenlosen" | Autorenlesung & Vortrag | Meiersberg

Susanne Schädlich liest aus ihrem aktuellen Buch und Christoph Wunnicke
erzählt die Verfolgungsgeschichte jüdischer Künstler aus der NS-Zeit.

Bei „Lohse & Zincke“, 17375 Meiersberg, Dorfstraße 151
Beginn: 19 Uhr
Der Eintritt ist frei.

In „Kabarett der Namenlosen“ schlägt Susanne Schädlich eines der unbekanntesten
und aufregendsten Kapitel der deutschen Kulturgeschichte im Exil auf.

»Ein fesselndes Buch über die Flucht und Vertreibung großartiger Künstler
aus unserem Land. In einer Welt, in der erneut Kriege toben, Antisemitismus
und Demokratieverdrossenheit wachsen, in der Kunst und Kultur beschränkt
werden, ist Kabarett der Namenlosen ein starkes und wichtiges Statement.«
                                                                                                            Iris Berben

Kabarett der Namenlosen (Arco Verlag)
Los Angeles zwischen 1939 und 1945. Endstation für deutsch-jüdische Emigranten, Regisseure, Schauspieler, Schriftsteller, in Deutschland berühmt, in Amerika „namenlos“. Im „Jewish Club of 1933“ kommen sie zusammen, stemmen sie sich mit Lesungen und Theateraufführungen gegen die Unkultur in Deutschland, aber auch gegen die Nazi-Anhänger in den USA. Bei privaten Treffen geht es um das fiebrige Leben in der Glitzerstadt, um Träume, auch die geplatzten. Um ihre deutschjüdische Identität, hin- und hergerissen zwischen alter und neuer Heimat.

Der Historiker Christoph Wunnicke zeichnet die Verfolgungsgeschichte dreier jüdischer Künstler aus Mecklenburg und Vorpommern: Kahn (Komponist), der im Exil in England seinen monumentalen Klavierzyklus „Tagebuch in Tönen“ vollendete. Leopold Hanff, (Organist aus Schwerin) und Siegfried Brotzen (Komponist aus Schwerin), der 1939 in das KZ Buchenwald deportiert und dort ermordet wurde. Wunnicke erinnert aber auch an Persönlichkeiten, wie die in Anklam geborene Alice Hechy, eine gefeierte Sopranistin und Schauspielerin.

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam/ LpB MV in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Meiersberg.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| Der lange Weg von Osten | Lesung & Gespräch mit der Autorin Ines Geipel | Wolgast

Die Autorin Ines Geipel liest aus ihrem aktuellen Buch „Fabelland“. Mit ihr ins Gespräch kommt der Journalist und Autor Dr. Frank Wilhelm.

Stadtgeschichtliches Museum, Rathausplatz 6, 17438 Wolgast.

Beginn: 19.00 Uhr
Der Eintritt ist frei!

Wir möchten auch mit Ihnen ins Gespräch kommen, nicht zuletzt darüber, warum mehr als 30 Jahre seit dem Ruf der friedlichen Demonstranten auf den Straßen der DDR „Wir sind ein Volk“ die Gräben zwischen Ost und West tiefer zu sein scheinen denn je. Warum ist das so? Vor allem aber: Wo läge das Verbindende?

„Fabelland“ beginnt mit dem 9. November 1989. In Berlin fällt die Mauer. Es ist einer der glücklichsten Momente der deutschen Geschichte. Ines Geipel ist bereits im Sommer in den Westen geflüchtet und erlebt den Zeitriss, die Hoffnungen und Aufbrüche als Studentin in Darmstadt. 35 Jahre danach erinnert sie sich: Wie fühlte er sich an, dieser historische Moment des Glücks? Wie erzählen wir uns Ost und West und die Wiedervereinigung? Woher kommt all der Zorn, woher die Verleugnung, wenn es um den aktuellen Zustand des Landes geht? Mit großer Klarheit und Offenheit geht Ines Geipel in ihrem Buch »Fabelland« noch einmal zurück. Zurück in die politische Umbruchslandschaft nach 1989, in die eigene Familie, zurück in all die verstellten, besetzten Räume der Erinnerung, zurück zu den Verharmlosungen und Legenden, die die Gegenwart so vergiften.

Ein fesselndes, nein, ein befreiendes Buch, das auf die Frage zuläuft: Können die Deutschen ihr Glück auch verspielen?„Fabelland“ beginnt mit dem 9. November 1989. In Berlin fällt die Mauer. Es ist einer der glücklichsten Momente der deutschen Geschichte. Ines Geipel ist bereits im Sommer in den Westen geflüchtet und erlebt den Zeitriss, die Hoffnungen und Aufbrüche als Studentin in Darmstadt.

35 Jahre danach erinnert sie sich: Wie fühlte er sich an, dieser historische Moment des Glücks? Wie erzählen wir uns Ost und West und die Wiedervereinigung? Woher kommt all der Zorn, woher die Verleugnung, wenn es um den aktuellen Zustand des Landes geht? Mit großer Klarheit und Offenheit geht Ines Geipel in ihrem Buch »Fabelland« noch einmal zurück. Zurück in die politische Umbruchslandschaft nach 1989, in die eigene Familie, zurück in all die verstellten, besetzten Räume der Erinnerung, zurück zu den Verharmlosungen und Legenden, die die Gegenwart so vergiften. Ein fesselndes, nein, ein befreiendes Buch, das auf die Frage zuläuft: Können die Deutschen ihr Glück auch verspielen?

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| 1945 in Anklam - Das Ende des 2. Weltkriegs vor 80 Jahren Kapitel III "Neuaufbau"

Der Historiker Christoph Wunnicke beleuchtet im dritten und letzten Kapital unserer Veranstaltungsreihe die Ereignisse in Stadt und Region. Anschließend möchte er ins Gespräch mit lokalen Zeitzeuginnen und Zeitzeugen kommen, die mit ihren persönlichen Erlebnissen an diese Zeit erinnern, die geprägt war vom Ausnahmezustand in Trümmern, aber auch von Hoffnungen und politischen und kulturellen Neuanfängen.

Im ehemaligen Wehrmachtgefängnis in Anklam, Friedländerstraße 3a
Beginn: 18 Uhr
Eintritt ist frei.

Kapitel III "Neuaufbau"

Am 14. Juli 1945 trafen sich Vertreter von KPD, SPD, CDU und LDP in Berlin zur Bildung eines antifaschistisch-demokratischen Blocks. Bereits am 15. Juli gründeten
Vertreter dieser Parteien auch in Anklam einen Ortsblock: von der KPD Karl Lawonn und Alfred Hahn, von der SPD Rudolf Klühs und Karl Meier sowie von der CDU
Hans Falke und Hermann Schirmer.
Ab September 1945 wurde die Landwirtschaft im Zuge der Bodenreform umgestaltet. Zunächst galten weiter die Lieferpflichten aus NS-Zeiten. Ab Herbst erließ die
Landesregierung neue Ablieferungsvorgaben. Trotz Problemen wie Arbeitskräftemangel und Sabotagevorwürfen wurde das Soll bis Jahresende fast vollständig erfüllt. Zugleich
begann die Umverteilung verlassener Güter an neue Eigentümer. 
Am 1. Oktober 1945 begann offiziell der Schulunterricht, obwohl es an Lehrkräften, Räumen und Material mangelte. Nur 54 Lehrer, nicht belastet durch NSDAP-Mitgliedschaft,
meist über 60 Jahre alt, standen zur Verfügung. Viele Schulgebäude waren zerstört, der Unterricht fand in Schichten statt, Lehrmittel fehlten fast vollständig.

Zeitzeugenberichte sind willkommen

Wir würden uns freuen, wenn es gelingt, Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu motivieren, die in den Veranstaltungen von ihren Erinnerungen berichten. Aber auch Angehörige und Freunde von Zeitzeugen, die Erinnerungen und Berichte, Fotos oder Dokumente aus der Zeit mitbringen und somit für einen spannenden und lebendigen Austausch sorgen, sind herzlich willkommen.

Bitte melden Sie sich gern bei Sabine Görner im Museum im Steintor telefonisch unter: 03971-245503. 

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| Tischlein deck dich & Sommerkino | 19 Uhr | Meiersberg

Es ist wieder so weit: Großes Sommerkino unterm Sternenhimmel, in diesem Jahr mit der DDR-Agenten-Komödie „Kundschafter des Friedens 2“.

Ort: Meiersberg, Dorfstraße 151 bei Lohse & Zincke auf der grünen Wiese
Zeit: 19 Uhr
Der Eintritt ist frei!

Großes Sommerkino unterm Sternenhimmel, in diesem Jahr mit der DDR-Agent-Komödie „Kundschafter des Friedens 2“. Wir danken allen, die bei der Filmauswahl mitgemacht haben.

Gemeinsam mit euch wollen wir den großen Tisch unter freiem Himmel decken. Wir dürfen uns also wieder auf die vielen kulinarischen Wunder, das „Dorfgespräch“ und auf unsere Gäste von nah und fern freuen! Für Getränke sorgen die Gastgeber.

Sollte es stürmen und anhaltend regnen, muss die Veranstaltung leider ausfallen.

Der Film: KUNDSCHAFTER DES FRIEDENS 2

Regie: Robert Thalheim

Deutschland 2024, Länge: 96 Min., FSK: 12

Mit: Henry Hübchen, Katharina Thalbach, Corinna Harfouch, Thomas Thieme, Winfried Glatzeder

»Die Kundschafter des Friedens« sind zurück. So nannte man in der DDR euphemistisch die Auslandsagenten des Ministeriums für Staatssicherheit. Beim Begräbnis ihres ehemaligen Chefs in Berlin treffen sie sich wieder, Jochen (Henry Hübchen), der geschäftsbeflissene Locke (Thomas Thieme), »Romeo« Harry (Winfried Glatzeder) und Tamara (Katharina Thalbach), die Technikspezialistin. Für Technik war im ersten Teil der leider verstorbene Michael Gwisdek als Jaecki zuständig. Aber dass Tamara ihr analoges Handwerk versteht, wird zu Beginn des Films deutlich, in der die Truppe ein Attentat auf Fidel Castro vereitelt, der 1972 nach Rostock kommt, um dem Arbeiter- und Bauernstaat die Ernst-Thälmann-Halbinsel vor Kuba zu schenken. Klingt kurios, hat aber einen realen Hintergrund: Den Besuch gab es, und die Insel heißt immer noch so.

Eine Veranstaltung der Gemeinde Meiersberg, Familie Lohse & Zincke und dem DemokratieLaden Anklam der LpB MV.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| „Ein Tag ohne Frauen“ | Filmvorführung & anschließender Austausch | Brüssow

1975 legt ein Streik der Isländerinnen ein ganzes Land lahm. Der Dokumentarfilm von Pamela Hogan & Hrafnhildur Gunnarsdóttir dokumentiert die Ereignisse an diesem Tag., Land: Island, USA 2024

Ort: Kulturhaus-Kino Brüssow, Prenzlauer Str. 35, 17326 Brüssow

Beginn der Filmvorführung: 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Im Rahmen des Politischen Frauenstammtisch Uecker-Randow wollen wir zum Film "Ein Tag ohne Frauen" ins Gespräch kommen. Der Dokumentarfilm zeigt die Ereignisse des Streiks der Frauen in Island im Jahr 1975. Fast 90% der Frauen legten an diesem einen Tag im Jahr ihre Arbeit nieder und machten damit auf die Missstände der Gleichberechtigung von Frauen und Männern in der Gesellschaft sowie der Wertung unbezahlter Arbeit aufmerksam. 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation mit dem cjd- Das Bildungs- und Sozialunternehmen. 

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| Autorenlesung, Vortrag & Gespräch mit Marko Martin & Christoph Wunnicke | Strasburg

60 JAHRE DEUTSCH-ISRAELISCHE BEZIEHUNGEN

Der Schriftsteller Marko Martin stellt sein Buch "Und es geschieht jetzt" über jüdisches Leben nach dem 7. Oktober vor. Im Gespräch mit ihm ist der Historiker Christoph Wunnicke, der zudem die Beziehungsgeschichte Mecklenburg-Vorpommerns im Kontext der DDR zu Israel erzählt.

Ort: Altes Gemeindehaus, Pfarrstraße 22 b, 17335 Strasburg
Zeit: 19 Uhr
Der Eintritt ist frei!

Marko Martins Buch knüpft an seine langjährige Beschäftigung mit Israel an. Es schildert subjektiv die Auswirkungen des 7. Oktober 2023, ein Schreckenstag mit unabsehbaren Folgen. Er schildert, was im Jahr danach geschah und setzt dem Hass und der Polarisierung die Geschichten einzelner Menschen entgegen. Es ist ein Werk der Zwischentöne, ein Plädoyer für Tikkun Olam, die „Reparatur der Welt“.

Die Aufnahme diplomatischer Beziehungen am 12. Mai 1965 war ein Meilenstein der Aussöhnung zwischen Juden und Deutschen. Historiker Christoph Wunnicke beleuchtet Mecklenburg-Vorpommerns besondere Beziehung zu Israel - im Kontext der DDR.

Nach der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahr 1965, positionierte sich die DDR noch offener gegen Israel. Rostock wurde Umschlagplatz für Waffenlieferungen, arabische Soldaten an den Militärhochschulen des Landes für den Kampf gegen Israel ausgebildet. Das Engagement für die arabischen Völker im Kampf gegen Israel in den drei Nordbezirken wurde nach dem Sechstagekrieg 1967 und insbesondere nach dem Jom-Kippur-Krieg 1973 noch intensiver. Verwundete Syrer und Zivilisten wurden als „Opfer israelischen Terrors“ in Neubrandenburg behandelt, während Schweriner Schriftsteller ihre Solidarität mit den „kämpfenden arabischen Völkern“ erklärten.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

| "Stilles Land" Filmvorführung & Gespräch mit Zeitzeugen | Anklam

Eine Veranstaltung im Rahmen der dreiteiligen Reihe anlässlich 35 Jahre Wiedervereinigung "Anklam zwischen Aufbruch und Wiedervereinigung".

Ort: Ehemaliges Wehrmachtsgefängnis Anklam, Eingang Friedländer Landstraße 3a, 17389 Anklam
Zeit: 18 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Flankierend zur Veranstaltungsreihe vom 25.10. bis 07.11.25 | „Aufarbeitung. Die DDR in der Erinnerungskultur“ - Ausstellung der Bundesstiftung Aufarbeitung.

Filmvorführung „Stilles Land“ und Gespräch mit Zeitzeugen aus Anklam
Regie: Andreas Dresen, D 1992, 98 Min.

Als im Herbst 1989 die politischen Verhältnisse in der DDR revolutioniert wurden, kam es auch in Anklam zu nächtlichen Demonstrationen, Versammlungen im Theater, im Volkshaus und später Wortmeldungen am „Runden Tisch“. Als Rückblick in diese lokale Umbruchzeit dient Andreas Dresens Debütfilm Stilles Land (1992), der – teils vor Ort in Anklam gedreht – die Atmosphäre jener Wochen einfängt: Ein Theaterensemble probt Becketts Warten auf Godot, während draußen die Weltgeschichte Fahrt aufnimmt. Tatsächlich bekannte sich bereits am 22. Oktober 1989 ein Teil des Anklamer Theaterkollektivs offen zum Neuen Forum, was die Staatssicherheit prompt zur Beobachtung veranlasste. Nur Tage später – am 24. Oktober – demonstrierten 4.000 Menschen in der Stadt. Am selben Tag versammelten sich zudem 400 Teilnehmer zu einer Veranstaltung in der Marienkirche. Dort wurde eine Resolution verlesen, die von Arbeitern des Möbelwerkes, des Landtechnischen Instandsetzungswerkes sowie des Kreisbetriebes für Landtechnik unterzeichnet worden war. Der Film zeigt Anklams Theater als verdichteten Mikrokosmos gesellschaftlicher Bewegung. In der nebligen Landschaft Anklams, die Dresen ins Bild setzt, verdichten sich Isolation und Hoffnung, Scheitern und Aufbruchwille. All diese Themen – der reale Umbruch in Anklam 1989, das Ringen um neue demokratische Strukturen und dessen Darstellung im Film – werden in der Veranstaltung mit Zeitzeugen, darunter ehemalige Mitglieder des Anklamer Runden Tisches, diskutiert.

Die Moderation übernimmt der Historiker Christoph Wunnicke.

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier.

Alle Termine dieser Veranstaltungsreihe: 

25.09.25 | Film & Zeitzeugengespräch: „Stilles Land“ | Historiker Christoph Wunnicke im Gespräch mit Anklamer Zeitzeugen 

23.10.25 | Film & Zeitzeugengespräch: DEFA-Dokumentarfilm 1989 „Unsere Kinder“ | Dr. Lars Tschirschwitz, stellv. Landesbeauftragter für M-V für die Aufarbeitung der SED Diktatur im Gespräch mit Zeitzeuge Rex Joswig

06.11.25 | Zeitzeugengespräch: Markus Meckel, Oppositioneller, Mitglied der einzigen frei gewählten Volkskammer und ehem. Minister für Auswärtige Angelegenheiten im Gespräch mit Historiker Christoph Wunnicke