| Die Geschichte jüdischen Lebens in Demmin. Ein musikalisch historischer Abend
Die jüdische Geschichte Pommerns
Die jüdische Geschichte Demmins ist ein faszinierendes, aber oft vergessenes Kapitel der Vergangenheit. Sie reicht Jahrhunderte zurück und spiegelt sowohl Phasen des Zusammenlebens als auch Zeiten der Verfolgung wider. Der Historiker Christoph Wunnicke erzählt die Geschichte der jüdischen Gemeinde Demmins: Von den ersten jüdischen Einwohnern im 16. Jahrhundert über die rechtlichen Hürden, denen die jüdischen Bürger bis ins 19. Jahrhundert ausgesetzt waren, bis hin zur Blütezeit der jüdischen Gemeinde, die 1847 mit der Gründung der Synagogengemeinde Demmin ihren Höhepunkt erreichte. Der Bau der Synagoge in der heutigen Synagogenstraße 7 und der neue jüdische Friedhof in der Bergstraße waren sichtbare Zeichen jüdischen Lebens in Demmin.
Die wirtschaftliche Krise nach 1873, der wachsende Antisemitismus der 1920er Jahre und schließlich die Verfolgung durch das NS-Regime führten dazu, dass in den 1930er Jahren nur noch wenige jüdische Familien in Demmin lebten. Die Synagoge wurde verkauft, jüdische Geschäfte boykottiert und die letzten jüdischen Einwohner deportiert. Ihr Schicksal bleibt oft im Dunkeln.
Begleitet wird der historische Vortrag von Musik aus jüdischer Feder, die verschiedene Jahrhunderte umfasst. Tenor Kay-Gunther Pusch, begleitet von Pianistin Christiane Novozin Roeloffs und Trompeter Ulf Rust, wird Stücke darbieten, die die kulturelle Vielfalt jüdischer Musik widerspiegeln: von Synagogalmusik über traditionelle Melodien bis hin zu den Schlagern der 1920er Jahre.
Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:
