Veranstaltungen

| Lesung & Gespräch mit der Schriftstellerin Helga Schubert

Die Schriftstellerin Helga Schubert liest noch einmal aus ihrem aktuell erschienenem Buch „Luft zum Leben“ u.a. für alle, die aufgrund von Blitzeis im Februar dieses Jahres nicht dabei sein konnten, hält aber auch Aktuelles bereit. Sie dürfen gespannt sein!

Wo: Heimvolkshochschule Lubmin – Bildungshaus am Meer, Gartenweg 5 in 17509 Lubmin
Beginn: 19 Uhr
Der Eintritt ist frei.

Aufgrund der begrenzten Platzzahl bitten wir um Voranmeldung per E-Mail: infor@heimvolkshoichschule.de

 „Luft zum Leben: Geschichten vom Übergang mit Erzählungen von den 1970er-Jahren bis in die Gegenwart“.

Eine Frau flaniert in den frühen Achtzigerjahren nach Feierabend durch Ostberlin, weil sie einmal nicht als Erste zuhause sein möchte. In Moskau soll eine Schriftstellerin die Primaballerina Ulanowa portraitieren, wartet tagelang auf ein Treffen und erlebt dann Unverhofftes. Ein Kind atmet zum ersten Mal ein, eine Großmutter zum letzten Mal aus. Und eine Frau in den mittleren Jahren versucht, mit einer Krebsdiagnose umzugehen.

Ob in Ostberlin, Moskau oder Mecklenburg – Helga Schubert erzählt in ihren Geschichten von Sehnsucht und Fernweh, von Aufbruch und Abschied, von Diktatur und innerer Freiheit. Lakonisch, präzise und voller Menschlichkeit geht sie dem Leben auf den Grund.

Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf das Gespräch mit ihr und Ihnen!

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier:

 

| Ein antifaschistischer Staat? Zum Umgang mit nationalsozialistischer Vergangenheit und Rechtsextremismus in der DDR

Im Gespräch: Dr. Volker Höffer, Leiter der Außenstelle des Stasi-Unterlagenarchivs Rostock und
Dr. Lars Tschirschwitz, stellv. Landesbeauftragter für Mecklenburg - Vorpommern für die Aufarbeitung der SED-Diktatur

Die DDR verstand sich als sozialistische Gesellschaft, in der Faschismus und andere rechtsextreme Ideologie nicht mehr existierten. Dass Anspruch und Wirklichkeit in erheblichen Teilen der Bevölkerung von Anfang an auseinanderklafften, wurde vom Machtapparat der SED zwar immer registriert, aber nie offiziell bzw. öffentlich als Problem thematisiert.

Wann: 18 Uhr
Ort: RITZ, Peenstraße 1, Anklam
Der Eintritt ist frei

In den 1970er/80er Jahren beobachteten Staatssicherheit und Volkspolizei die Entstehung einer neuen rechtsextremen Subkultur, der sie mit den zur Verfügung stehenden Mitteln und Methoden jedoch nicht begegnen konnten bzw. wollten. Angriffe auf Vertragsarbeiter aus Kuba, wie die 1979 in Merseburg tödlich endenden, oder auf jugendliche Punks in der Zionskirche 1987 waren weniger Anlass zur Aufklärung als zu Maßnahmen der Verschleierung.

Im Gespräch beleuchten Volker Höffer und Lars Tschirschwitz, wie es in der DDR um die Aufarbeitung des Nationalsozialismus sowie den Umgang mit Fremdenfeindlichkeit, Ausländerhass und Antisemitismus stand, und was den DDR-Behörden über einschlägige Personen und Gruppen bekannt war. Sie diskutieren auch, was die Art, wie SED, Stasi und Volkspolizei mit dem Problem umgingen, über das politische System der DDR aussagt.

Überdies zeigt Volker Höffer an Fallbeispielen und Stasi-Akten aus dem ehemaligen DDR-Bezirk Rostock die Dimension am Ende der DDR – auch als Hypothek für die Zeit nach Friedlicher Revolution und Wiedervereinigung 1989/90.

Eine Veranstaltung des DemokratieLaden Anklam-Landeszentrale für politische Bildung M-V, Landesbeauftragten für M-V für die Aufarbeitung der SED-Diktatur in Kooperation mit dem Bundesarchiv / Stasi-Unterlagen-Archiv und dem Museum am Steintor Anklam

Den Flyer zur Veranstaltung finden Sie hier